Zumindestens – diesen Ausdruck hört man öfter mal von Beamten oder Personen, die versuchen, sich möglichst akkurat und buchstabengetreu auszudrücken. Offenbar halten sie zumindestens für die vollständige Form eines umgangssprachlich verkürzten „zumindest“. Dies ist aber nicht der Fall, zumindest ist keine Verkürzung, sondern ein reguläres Wort der Hochsprache – und „zumindestens“ gibt es gar nicht. […]

Konsumenten oder Verbraucher klingt einfach zu altmodisch, aber deshalb muss man noch lange nicht einen Anglizismus verwenden, um einen Text modern und hip klingen zu lassen. Man kann wie bei Heise.de auch einfach ein neues Wort erfinden: Händlernetzwerk (…) soll nun auch als neue Shopping-Plattform für Konsumer dienen (Quelle)

Dass Schlagermusik brutal sein kann, ist allseits bekannt. Diese Erkenntnis schlägt sich nun auch zunehmend in der Alltagssprache nieder: (Twittermeldung des Deutschlandfunks)

Aus unser Reihe Phantomwörter (neuerfundene Wörter, die bislang noch in keinem Wörterbuch auftauchten) ein Beitrag der Berliner Polizei: „Die Filialleiterin eines Schreiwarendiscounters in Mitte erlitt heute Vormittag bei einem Raubüberfall einen Schock …“ Schreiwarendiscounter

Man sollte meinen, die Rundfunkgebühren sind hoch genug, damit die „Tagesschau“ Gelegenheit bekommt, fehlerfreie Beiträge zu produzieren. Ein Irrtum: Überschrift ruiniert, Tippfehler reingehauen, keine typographisch korrekten Anführungszeichen benutzt, mal eben ein neues Wort erfunden und den Plural versemmelt, obwohl es doch eben gerade noch geklappt hat. Und das alles bei einem Mini-Artikel, wodurch es erst […]

Das englische Verb „(to) handle“ hält schon seit längerer Zeit Einzug im Deutschen: statt zu sagen „wir bewerkstelligen das“ oder „das haben wir gut gehandhabt“ sagen immer mehr Deutschsprechende „wir handlen das“. Geschrieben wird es dann oft allerdings „wir handeln das“ (englisch ausgesprochen). Was nicht selten zu Verwirrung führt, weil es im Deutschen bereits das […]

Normalerweise werden Krisenmanager mit der Bewältigung von Krisen betraut. Nicht so beim Tagesspiegel: William Chambers, ein leitender Kernwaffenbauer aus dem US-Atombombenlabor in Los Alamos, wurde damals mit der Krise beauftragt. Eine Steilvorlage für Verschwörungstheoretiker. Und ein neuerfundenes Wort gibt’s gratis dazu: Pressenmitteilungen