Dranbleiben:
Folgen bei Twitter Facebook-Profil RSS-Feed
„Fragen kostet nix ...“

* Anmelden Frage stellen ohne Anmeldung
Willkommen im Forum! Rechtschreibung, Zeichensetzung, Satzbau, Grammatik, Sprachkritik: hier kann jeder fragen und helfen – auch ohne Anmeldung. Einfach eine neue Frage stellen oder auf „antworten“ klicken und losschreiben! Für erweiterte Funktionen optional registrieren und Mitglied werden.

 Seite 1 von 1
 [ 1 Beitrag ] 
Autor Nachricht
Offline Profil Mit Zitat antworten
Wortvollzugsbeamter
Wortvollzugsbeamter
Benutzeravatar

Guten Tag,

ich werde in diesem Beitrag die Regeln der indirekten Rede aufschreiben.

Die Regeln:
Die indirekte Rede wird zum Wiederholen einer Aussage benutzt. Sie hat Regeln, wann man den Indikativ und den Konjunktiv verwendet und wann man überhaupt solche Konstruktionen als indirekte Rede werten kann. Diese indirekte Rede besteht normalerweise aus einem Hauptsatz mit einem Kopfverb aus dem Wortfeld ,,Sagen", ,,Meinen" und ,,Denken" und aus einem anschließenden verkürzten dass-Satz mit Verbzweitstellung, der als Nebensatz klassifiziert wird, oder einem anschließenden Nebensatz, der mit der Konjunktion ,,dass" eingeleitet wird. Wenn man eine Frage daraus formulieren will, ersetzt man den anschließenden Satzteil einfach durch einen Fragesatz, der von der Subjunktion ob, von Fragepronomen oder Frageadverbien eingeleitet wird. Es ist außerdem egal, in welcher Reihenfolge diese Sätze stehen. Außerdem kann man auch den Satz mit Verbzweitstellung alleine ohne Matrixsatz stehen lassen, wenn der Sprecher bekannt ist. Dann wird er natürlich nicht mehr als Nebensatz klassifiziert, sondern als Hauptsatz, weil Nebensätze nicht alleine stehen können. Außerdem werden präpositionale Quellenangaben als indirekte Rede im Indikativ klassifiziert.

Wenn die Personen bei so einer Konstruktion mit einem Hauptsatz mit einem Kopfverb aus dem Wortfeld ,,Sagen", ,,Meinen" und ,,Denken" im Plusquamperfekt, Präteritum, Perfekt, Futur 1 und Futur 2 stehen, muss in einem anschließenden verkürzten dass-Satz mit Verbzweitstellung in allen Personen immer Konjunktiv stehen, denn man kann Vergangenes oder Zukünftiges nicht direkt ausdrücken, egal in welcher Person man auch spricht, also ist dies indirekt, also ist dies indirekte Rede. Wenn die Personen bei so einer Konstruktion mit einem Hauptsatz mit einem Kopfverb aus dem Wortfeld ,,Sagen", ,,Meinen" und ,,Denken" im Präsens stehen, muss in einem anschließenden verkürzten dass-Satz mit Verbzweitstellung bis auf die 1. Person Singular Präsens und die 1. Person Plural in allen Personen Konjunktiv stehen.
Man selbst kann nämlich nicht im gleichen Moment, in dem man seine Gedanken äußert, sich selbst indirekt wiedergeben. Also wird Indikativ in der 1. Person Singular Präsens verwendet. Indikativ wird auch in der 1. Person Plural Präsens verwendet, denn eigentlich spricht ein Glied einer Gruppe, also eine 1. Person Singular Präsens, im Namen der Gruppe in der Gegenwart. Da also der Sprecher der Gruppe sich nicht indirekt wiedergeben kann, während er seine Gedanken äußert, wird hier Indikativ verwendet. Da in diesen beiden Personen die Gedanken des Sprechers direkt wiedergegeben werden und nicht indirekt, ist diese Rede in den beiden Personen, in der 1. Person Singular Präsens und in der 1. Person Plural Präsens, direkt, also ist es eine direkte Rede. Die anderen Personen werden aber auch im Präsens indirekt wiedergegeben, da es ja nicht seine eigenen Gedanken sind, sondern die von Personen, die man selbst nicht ist, also ist dies indirekt, also indirekte Rede.

Bei dass-Sätzen ist es anders. In egal welchem Tempus ein Hauptsatz mit einem Kopfverb aus dem Wortfeld ,,Sagen", ,,Meinen" und ,,Denken" auch steht, man kann entweder Konjunktiv oder Indikativ bei einem anschließenden Nebensatz, der mit der Konjunktion ,,dass" eingeleitet wird, benutzen, das ist einem freigestellt, die 1. Person Singular Präsens und die 1. Person Plural Präsens bilden wieder eine Ausnahme. Die 1.Person Singular Präsens kann sich im gleichen Moment, während sie ihre Gedanken äußert, nicht selbst indirekt wiedergeben und muss Indikativ benutzen, das Gleiche gilt wieder für die 1.Person Plural Präsens, denn eine 1. Person Singular spricht im Namen der Gruppe und kann sich nicht, während sie sich äußert, indirekt wiedergeben, also wird dort auch Indikativ verwendet. Also ist dies wieder direkt und nicht indirekt, also ist dies direkte Rede. Die anderen Personen werden aber im Präsens indirekt wiedergegeben, da es ja nicht seine eigenen Gedanken sind, sondern die von Personen, die man selbst nicht ist, also ist dies indirekt, also indirekte Rede. Die Personen in den anderen Tempora außer dem Präsens werden indirekt ausgedrückt, denn man kann Vergangenes oder Zukünftiges nicht direkt ausdrücken, egal in welcher Person man auch spricht, also ist dies indirekt, also ist dies indirekte Rede.

Die Regeln für Konstruktionen mit einem Hauptsatz mit einem Kopfverb aus dem Wortfeld ,,Sagen", ,,Meinen" und ,,Denken" und einem Fragesatz, der von der Subjunktion ob, von Fragepronomen oder Frageadverbien eingeleitet wird, sind die gleichen Regeln wie die Regeln, die für Konstruktionen mit einem Hauptsatz mit einem Kopfverb aus dem Wortfeld ,,Sagen", ,,Meinen" und ,,Denken" und einem anschließenden Nebensatz, der mit der Konjunktion ,,dass" eingeleitet wird, benutzt werden.

Die Regel für alleinstehende Sätze mit Verbzweitstellung ohne Matrixsatz sind die, dass Konjunktiv 1 oder 2 in ihm verwendet werden muss, da er sonst nicht von einem normalen Aussagesatz zu unterscheiden wäre.

Für präpositionale Quellenangaben gibt es auch eine Regel, und zwar muss man in diesen Indikativ benutzen.

Allgemein gilt, wenn man den Konjunktiv einsetzen muss, das Folgende.
Wenn der Konjunktiv 1 mit dem Indikativ Präsens gleich ist oder Zweifel an dem Inhalt bestehen, wird Konjunktiv 2 benutzt. Die würde-Formen werden benutzt, wenn der Konjunktiv 2 gleich ist mit dem Indikativ Präteritum. Außerdem ist es egal, welchen Modus die Verben im Hauptsatz mit einem Kopfverb aus dem Wortfeld ,,Sagen", ,,Meinen" und ,,Denken" haben, es kommt nur darauf an, ob sie dem Tempus entsprechen.

Der Text ist hier zu Ende.

Ist der Text vom Inhalt her komplett richtig? Habe ich den Text richtig formuliert und den Text richtig gegliedert?
Also lautet die Frage, die ihr mir beantworten müsst:
Ist der Text also von allen Aspekten her richtig?

_________________
„Selbst nach 500 Milliarden Jahren… nachdem die Erde, der Mond, ja selbst die Sonne erloschen sind, wird EVA immer noch existieren, solange diese Seele lebt. Auch wenn es sehr einsam sein wird… aber so lange diese eine Seele noch lebt…“
„Ein Zeugnis für die Ewigkeit, dass es uns Menschen gab… ?“



Beiträge der letzten Zeit anzeigen:  Sortiere nach  
Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 1 Beitrag ] 

Alle Zeiten sind UTC [ Sommerzeit ]


Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 2 Gäste.



Suche nach:

Sie können sich über neue Beiträge in diesem Forum per XML RSS informieren lassen.

Powered by phpBB © phpBB Group
Deutsche Übersetzung durch phpBB.de | "Green Smilies" von Michael Niedermayr
Fehler-Haft.de | Impressum